Lauftechnik

Nachdem wir schon den ein oder anderen Post über das Laufen veröffentlicht haben, müssen wir früher oder später auch auf die Lauftechnik eingehen. Viele leidenschaftliche Läufer gehen regelmäßig Joggen, aber wissen gar nicht, ob sie dies auch korrekt ausführen. Hier ein paar Tipps, die man bei der nächsten Einheit beachten könnte. Es ist natürlich wieder zu erwähnen, dass jeder Sportler individuell ist und man einige Dinge nicht verallgemeinern kann, dennoch sollte dies eine kleine Hilfestellung bieten.

  • Fußaufsatz: Wie wir mit dem Fuß aufsetzen und abrollen sollen, ist wohl die meist gestellte Frage. Für Hobbyläufer und längere Strecken mit mehr oder weniger gemütlichem Tempo empfiehlt es sich über die Ferse abzurollen. Dies ist die gesündeste Variante für Fußgelenke und Knie, da bei jedem Schritt ein Vielfaches unseres Gewichts mit den Gelenken abgefedert wird. Für schnellere Läufe oder gar Sprints kann man auch ruhig über den ganzen Fuß aufsteigen, oder sogar nur mit dem Vorderfuß, also dem Ballen (v.a. bei Sprints). Denn je kürzer der Fußaufsatz ist, desto schneller können die Schritte sein und man kommt besser voran. Profis laufen sogar einen Marathon nur über den Ballen, aber bis dahin fehlt es uns noch ein bisschen an Übung. 😉

 

  • Laufschuhe: Sportschuh ist nicht gleich Laufschuh. Nicht jeder Schuh eignet sich tatsächlich zum Laufen. Um einen guten Laufschuh auszuwählen, sollte man in ein Sportfachgeschäft gehen und sich professionell beraten lassen, da jeder Fuß andere „Bedürfnisse“ hat. Generell sollte man vor allem auf die Sohle achten, die weder zu weich, noch zu hart sein darf, was wieder davon abhängt auf welchem Untergrund wir hauptsächlich laufen. Auch kann man durch eine gute Sohle mögliche Fehlstellungen des Fußes ausgleichen (nach innen oder außen geknickter Fuß). Wie gesagt, am Besten persönlich beraten lassen!

 

  • Armhaltung: Wenn man einigen Joggern auf der Straße mal zuschaut, sieht man die unterschiedlichsten Armhaltungen. Wichtig ist, dass die Bewegung der Arme die Beine kontrolliert, vor allem auf die Frequenz bezogen. Jedes Körperteil ist miteinander verbunden, also wenn sich die Arme schneller bewegen, werden auch die Beine automatisch schneller. So üben wir die Armhaltung am Besten: wir stehen aufrecht, die Arme sind im Ellenbogen in ca. einem 90° Winkel abgewinkelt. Dann führen wir abwechselnd die Hand, mit ausgestreckten Fingern, von Hüfthöhe Richtung Nase und zurück, ohne den Winkel großartig zu verändern. Die Schultern bleiben dabei auf gleicher Höhe und der Oberkörper bewegt sich kaum. Wenn wir einen guten Rhythmus haben. laufen wir nach vorne los und behalten den Armrhythmus bei. Das ganze soll ganz locker aussehen und sich auch so anfühlen, bloß nicht versteifen!

 

  • Schritte: Bei vielen sieht es ein bisschen so aus, als lassen sie sich beim Laufen bei jedem Schritt nur nach vorne fallen. Dadurch wird die ischiocrurale Muskulatur (ein bisschen angeben muss sein – die rückseitige Oberschenkelmuskulatur) weniger beansprucht und dadurch mit der Zeit verkürzt. Man sollte eher darauf achten einen „aktiven“ Schritt zu machen, der natürlich weder zu groß noch zu klein ist, also tatsächlich die Fersen zu heben. Die Knie geben außerdem die Richtung an, d.h. die Kniescheiben schauen immer nach vorne und „ziehen“ uns in die Laufrichtung.

 

  • Laufuntergrund: Auch, wenn die Bodenbeschaffenheit nicht unbedingt zur Lauftechnik gehört, möchten wir sie dennoch an dieser Stelle kurz erwähnen. Prinzipiell sollte man Asphaltboden vermeiden, da das Laufen auf diesem Untergrund nicht sonderlich gelenkschonend ist, vor allem, wenn man eh schon Knieprobleme o.ä. hat. Waldboden, Wiesen, Kies oder Tartanbahn sind da eher zu empfehlen.

 

Soo.. nachdem wir jetzt einige Tipps haben, steht uns nichts im Weg, um RICHTIG laufen zu können! 🙂 Viel Spaß!

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