Heilfasten

Was ist Heilfasten?

Heilfasten bedeutet den Körper zu reinigen und zu entschlacken, ihm ein paar Tage lang Ruhe zu geben, um danach mit voller Energie wieder durchzustarten.

Im Laufe der Zeit sammeln sich in unserem Körper, und vor allem in unserem Darm, Essensreste und andere Abfallstoffe ab, die an den Darmwänden kleben bleiben und einen perfekten Nährboden für Bakterien bilden. Durch eine Darmentleerung, kann man diese Stoffwechselgifte, Allergene und Verschmutzungen durch den Stoffwechsel ausscheiden. In dieser Phase schaltet der Darm auf eine sogenannte „innere Ernährung“ um und das Hungergefühl wird ausgeschaltet (kaum zu glauben, aber wahr!). Die Darmentleerung ist in den ersten Tagen besonders wichtig und kann durch verschiedene Hilfsmittel eingeleitet werden: Brottrunk, Sauerkrautsaft, Glaubersalz, Bittersalz,… . Die Verdauung wird angeregt und sämtliche Giftstoffe werden ausgeschieden (ja, ja… ekliges Tabuthema, aber natürlich – genauerer Blogpost folgt).

Zusätzlich zum Darmtrakt werden auch Nieren, Schleimhäute und die Haut gereinigt. Grundsätzlich kann man sagen, dass wichtige körperliche Abläufe verbessert werden und das Immunsystem dadurch gestärkt wird.

In der Literatur heißt es man sollte mindestens 7-10 Tage fasten, um die „Topergebnisse“ zu erlangen und angeblich auch ein gewisses „Glücksgefühl“ durch die vermehrte Ausschüttung des Glückshormons Serotonin. Zugegeben, solange habe ich es nicht ausgehalten, wobei eher der Kopf im Weg stand, als das Hungergefühl.

In dieser Fastenzeit ist es besonders wichtig sehr viel Wasser zu trinken, da man wichtige Mineralstoffe verliert. Trinkt man zu wenig, leidet man leicht an Kopfschmerzen, Schwindel oder Muskelschwäche.

Kaffee, Alkohol, Nikotin und feste Nahrung sind in dieser Zeit strengstens verboten!

Frisch gepresste Säfte, Wasser, Tee (evtl. mit Honig gesüßt) und Gemüsebrühe (am besten selber gekocht) sind ein Muss während des Fastens.

Was ist mit Sport? War man schon vor dem Fasten sportlich aktiv, kann man ruhig weiterhin Sport treiben. Je nach Gefühlslage bzw. Kraft sollte man sein Training anpassen. Ich war am dritten Tag laufen, da war es schon komisch auf komplett leeren Magen zu laufen, aber es ging! Ich habe mich nicht zu sehr verausgabt, daher ging es mir gut. Spaziergänge oder Bewegungen im moderaten Tempo sind sogar empfehlenswert.

Prinzipiell sollte man sich in diesen Tagen hauptsächlich auf sich selbst konzentrieren und dem Körper das geben, was er braucht (außer Essen – ha ha). Lesen, ruhen, spazieren, Filme schauen… alles auf was man eben Lust hat. Am besten ist es tatsächlich das Ganze durchzuführen, wenn man Ferien oder Urlaub hat, oder zumindest ein verlängertes Wochenende.

Nach dem Fasten ist es wichtig mit kleinen Mahlzeiten und vor allem Rohkost anzufangen, sonst überfordert man den Körper schnell. Ein Schweinsbraten mit Knödel wär vielleicht zu viel des Guten nach so einer intensiven Entschlackung.

Was ist das Ergebnis? Ich fühle mich tatsächlich besser, habe nach dieser Zeit viel weniger Hunger (vor allem keinen Heißhunger!) und fühle mich aktiver und frischer! Die Erfahrung war es wert! Die Überwindung ist das schlimmste, dass man wirklich sagt „ab jetzt esse ich ein paar Tage nichts mehr“.  Aber wenn man das geschafft hat, dann geht es leichter als gedacht.

ABER: Heilfasten ist keine Diät! Es kann zwar als Anfang für eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise dienen, jedoch steht hierbei nicht der Gewichtsverlust im Vordergrund. Nach der Fastenzeit kommt man nämlich schnell in den Jojo-Effekt, da der Körper sich an die minimale Kalorienaufnahme gewöhnt hat und daher die Nahrung nach dieser Zeit schnell speichert (in Form von Fettdepots ansammelt), um für die nächste „Hungerperiode“ gewappnet zu sein.

Falls jemand tatsächlich schonmal 10 Tage oder länger gefastet hat, wir sind gespannt auf eure Erfahrungsberichte! 🙂

 

 

 

Literatur:
Dahlke, Ruediger. (2004). Fasten Sie sich gesund: Das ganzheitliche Fastenprogramm.
De Toledo, Francoise Wilhelmi. (2003). Buchinger-Heilfasten: Ein Erlebnis für Körper und Geist.
Lützner, Hellmut. (2004). Wie neugeboren durch Fasten.
Winkler, Martin. (1999). Die neue F.-X.-Mayr-Kur.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. christinsophie sagt:

    Fasten ist für mich wahnsinnig schwierig, weil mein Kreislauf nicht mitspielt. Aber dein Bericht ist sehr interessant.:)
    Liebe Grüße, Christin Sophie von
    http://www.christinsophie.com

    1. Healthholics sagt:

      Dankeschön! 🙂

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