Laufanalyse – Methoden

Beim Laufen ist es wichtig seine Füße und damit seinen ganzen Körper gut zu unterstützen. Im Vergleich zum normalen Gehen lastet beim Laufen das 3-fache unseres Körpergewicht auf unsere unteren Extremitäten und das kann bei Fehlbelastungen schnell zu Schmerzen und Verletzungen führen.

Die perfekte oder normale Fußstellung gibt es eigentlich nicht. Jeder Mensch bzw. jeder Körper ist anders gebaut und das ist auch gut so. Allerdings gibt es manche Fehlstellungen, die Auswirkungen auf unseren ganzen Körper haben. Viele Schmerzen und Fehlhaltungen in den Knien, der Hüfte, der Wirbelsäule bis hinauf zu Schultern, Nacken und Kiefer finden ihren Ursprung in der Fußstellung. Es geht so weit, dass mittlerweile sogar manch Zahnärzte bzw. Kieferorthopäden mit Orthopäden zusammenarbeiten, um ihren Patienten nachhaltig helfen zu können.

Wieso wir uns gerade so für dieses Thema interessieren? Kathi brauchte neue Laufschuhe. Aus diesem Grund haben wir dem Sport(Schuh)-Geschäft Traildog in Wien einen Besuch abgestattet.

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Mit Kraftmesslatten wird dort die Druckverteilung beim Aufsetzten des Fußes aufgezeichnet und analysiert. Zunächst werden ein paar Daten zur Person (Gewicht, sportliche Tätigkeiten, Beschwerden, usw.) gesammelt, bevor es dann zur Analyse geht.

Man geht, barfuß oder in Socken, zwei mal pro Fuß über die Platte.

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Danach bekommt man direkt die Ergebnisse und kann am Display mit anschauen, wie die Druckverteilung des Fußes beim Gehen ausschaut und wie die Fußstellung ist.

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Eine Empfehlung für passende Laufschuhe verschiedener Marken, die es beim Traildog gibt, bekommt man auch gleich dazu. Die vorgeschlagenen Schuhe können den Fuß dann individuell am besten unterstützen.

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Besonders interessant haben wir hier gefunden, dass Ed Kramer, Inhaber von Traildog Running, nur aufgrund der Druckverteilung vermutete, dass ich (Sabsi) auch Beschwerden im unteren Rücken hätte, was der Wahrheit entsprach. Wirklich total interessant. Die Methode mit der Druckverteilung ist für uns eine super Methode, den optimalen Laufschuh zu finden und wir finden jeder sollte, bevor er sich für einen Schuh entscheidet, so eine Analyse machen!

Wenn man jetzt aber weiter gehen will und das ganze Thema ganzheitlicher angehen möchte oder vielleicht schon Schmerzen oder Beschwerden hat, gibt es weitere Möglichkeiten den Körper zu analysieren. Eine noch umfangreichere Methode, um nicht nur die Füße an sich zu analysieren, sondern den gesamten Körper mit etwaigen Kompensations- und Ausweichmechanismen abzubilden ist die Laufanalyse durch Video. Hier wird der gesamte Körper, in der Laufbewegung selbst, genau unter die Lupe genommen. So werden hier oft betroffene Gelenke, wie z.B Knie und Hüfte untersucht und es können so auch z.B verstärkte Armzugsbewegungen aufgrund von Rumpfschwächen erkannt werden. Anschließend kann an diesen Schwächen gearbeitet werden, um so eine optimalere Laufergonomie zu gewährleisten und Beschwerden zu minimieren.

Zusätzlich gibt es auch verschiedenste Kraftmessplatten, die teilweise genauer bzw. mehr Informationen wiedergeben, jedoch werden diese eher in der Wissenschaft und Forschung, sowie im Spitzensport eingesetzt. Für einen Laufschuhkauf ist eine Analyse mithilfe von Druckmessplatten, mehr als ausreichend.

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Abschließend können wir sagen, dass eine fachliche und professionelle Beratung mithilfe einer Laufanalyse äußerst empfehlenswert ist, um unseren Körper vor Fehlstellungen, Verletzungen und Beschwerden zu schützen, die evtl. auftreten können nur aufgrund eines falschen Laufschuhs. 🙂

P.s.: Kathi hat sich schlussendlich für den Laufschuh „Miles“ von Salming entschieden. Dieser hat zwar keine Stütze, die Kathi eigentlich bräuchte, dafür wird der Pronation mit einer Einlage, die sich dem Fuß anpasst (auch beim Traildog erhältlich), entgegen gewirkt. Salming setzt viel Wert darauf das natürliche Laufgefühl beizubehalten, wozu wir, wie schon im Halbmarthon-Post angekündigt, noch eine genauere Beschreibung schreiben werden. Stay tuned!

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