Mountainbiken

Wie ihr vielleicht schon von unserem Langlauf-Post wisst, dürfen wir im Rahmen unseres Studiums zwei Outdoor-Sportarten besuchen, die geblockt stattfinden. Unsere zweite Sportart war nun Mountainbiken, für das wir für fünf Tage nach Niederöblarn in die Steiermark gefahren sind.

Da die meisten unserer Freunde, die auch beim Langlaufen dabei waren, auch zum Mountainbiken mitgefahren sind, war es wieder eine super nette und lustige Truppe!

Auf dem Weg hin hatten wir alle, egal von welcher Seite wir kamen, das mieseste Wetter, das man sich für Ende April und vor allem zum Radfahren nur wünschen kann: Schnee, Regen, 2°C. Als wir dann Freitag Nachmittag angekommen sind, haben wir die Zimmer bezogen und starteten erstmal mit der wichtigsten Theorie zum Sicherheitscheck des Fahrrads und der Hoffnung, dass das Wetter doch noch besser wird. Leider nein. Wir traten unsere erste kleine Tour an und landeten relativ schnell auf Höhe der Schneefallgrenze, weshalb wir unseren ersten Trail rutschend im Schnee absolvieren durften. Ganz spaßig.

Am Samstag, sowie die weiteren Vormittage, ging es nach dem Frühstück auch wieder mit der Theorie los. Wir lernten welches Mountainbike für was (welche Aktivitäten) bzw. wen passt und wie man das Fahrrad dann für die Person richtig einstellt (Sattel, Lenker, usw.). Auch zum Aufbau des Mountainbikes lernten wir einiges, vor allem aber, wie komplex ein Sportgerät sein kann. 😀

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Danach ging es immer mit dem Technik- und Methodikteil weiter, wo wir vor allem die Grundlagen der Fahrtechniken lernten: Tret-, Steuer-, Brems- und Schalttechniken. Mit verschiedenen Übungen konnten wir erfahren wie sich unser Rad in gewissen Situationen, je nach Untergrund z.B. zu unseren Aktionen verhält. Zum einen, damit wir das alles selber im Gelände anwenden können und zum anderen, um diese Techniken anderen beibringen zu können, wenn wir mal evtl. einen Kurs leiten werden.

Nach dem Mittagessen (und eventuell einem Mittagsschläfchen) gingen dann die Touren los. Für diese konnte man sich immer individuell selber einteilen, je nachdem wie weit und wie schnell man fahren wollte. Samstag war die Runde noch relativ gemütlich: ca. 45km und 460 Höhenmeter. Sonntag sind die ersten drei (von fünf) Gruppen dann schon 67km mit 925 Höhenmetern gefahren. Die Tour ist, laut unseren Guides, doch etwas länger und anspruchsvoller geworden, als gedacht, weshalb unsere Beine am Tag danach schon ein bisschen müde waren. Am Montag stand dann die Königstour auf dem Programm, eigentlich wollten wir die 100km knacken. Nachdem aber der Vortag schon recht anstrengend war, waren es dann bei der Elitegruppe „nur“ 96km und bei uns, der zweiten Gruppe, 90km mit über 1100 Höhenmeter. Darauf kann man auf jeden Fall auch stolz sein! 🙂

Bei so einer langen Ausfahrt merkt man, dass Ausdauersport nicht nur körperliche, also physische, Widerstandsfähigkeit, sondern vor allem auch psychisch und mentale Widerstandsfähigkeit gegenüber langen Belastungen bedeutet. Vor allem wenn man eigentlich keine Lust mehr aufs Radeln hat, der Popo schon enorm weh tut und man einfach nur noch Heim will zum Abendessen und in die Sauna möchte, genau dann heißt es Zähne zusammen beißen und den letzten Willen und die letzten Reserven auspacken.

Zu erwähnen ist vor allem unser persönlicher Leistungsfortschritt, was unsere Ängste angeht. Vor diesem Kurs hatten wir beide (vor allem Sabsi) doch recht viel Angst und machmal sogar Panik bei steilen und vor allem mit unebenem Untergrund behafteten Abfahrten (Trails). Durch diesen Respekt fingen wir immer an verkrampft zu bremsen, was die Situation nur gefährlicher machte. Nachdem uns aber  die richtige Abfahrtstechnik gezeigt wurde, ging das Ganze immer besser! Jetzt können wir ziemlich lange Trails super gut überwinden und haben sogar richtig Spaß daran. Und darauf sind wir mindestens genauso stolz wie über die unzählig gefahrenen Kilometer! 😉

Jetzt können wir sowohl Single-Trails, als auch Schotterstraßen überwinden, sprich: leichtes bis mittleres Gelände sind kein Problem mehr für uns.

Am letzten Tag, Dienstag, stand dann die Theorieprüfung, der Technik-Parcours und das Zeitfahren auf dem Plan. Obwohl der Parcours wirklich sehr anspruchsvoll war, haben wir ihn alle super gemeistert und sind auch dort über unsere Grenzen hinaus gegangen (steile Abfahrt um Fahnenstangen herum, direkt neben einem Bach – für uns zwei Horror gewesen :D). Auch das Zeitfahren verlief bei allen reibungslos und war nochmal richtig anstrengend nach den letzten Tagen.

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Abschließend können wir sagen, dass es wieder eine total gelungene Outdoor-Woche war, die Leute super und auch die Guides wieder sensationell waren! Danke!

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P.s.: Hier auch ein allgemeines DANKE an die Fotografen, von denen wir die Bilder für diesen Post benutzen dürfen! 🙂

 

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Isabella sagt:

    Hm….. ich frage mich oft ob alles was ich von Euch höre, sehe und lese wirklich passiert???!!!
    TOLL 😉

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