Unsere Pulsuhren

Uns als angehende Sportwissenschafterinnen bzw. Physiotherapeutin (Sabsi) interessiert es brennend, was mit unseren Körpern während einer sportlichen Belastung passiert. Daher unsere Studien- und Berufswahl. Um nicht nur die Vorgänge im Körper, sondern auch das drum herum zu messen und im Nachhinein analysieren zu können sind Pulsuhren und Fitnesstracker die optimale Lösung.

Wir beide sind mittlerweile im Besitz solcher Pulsuhren und tragen sie teils im Alltag, aber vor allem beim Training, wie Laufen, Radfahren, Wandern, Langlaufen und Co. Dadurch, dass jede eine andere Uhr hat, können wir hiermit zwei Modelle vorstellen.


Polar M400 – Kathi

Funktionen

  • Activity Tracker beim Einrichten der Uhr gibt man Daten wie Alter, Geschlecht, Größe, Gewicht und tägliche bzw. wöchentliche Trainingsstunden an. Daraus berechnet die Uhr dein tägliches Aktivitätsniveau, was du erreichen „solltest“. Bei langen sportlichen Belastungen kommt man auch mal leicht auf 200-300%, an Ruhetagen ist der Wert auch mal unter 100%. Je nachdem welche Displayansicht man wählt, zeigt es bei einer Ansicht einen Balken an, der sich über den Tag verteilt (hoffentlich) füllt. Bei längeren Ruhephasen (sitzen, liegen) erinnert dich die Uhr sich wieder zu bewegen. Im Detail kannst du dann noch Schrittanzahl, Distanz, Schlafverhalten und -dauer ansehen, teils direkt in der Uhr, teils in der Polar Flow App. Die Informationen über den Schlaf sind echt interessant, da auch unruhige Phasen aufgezeichnet werden. Mich z.B. stört die Uhr in der Nacht überhaupt nicht, daher kann ich sie auch beim Schlafen tragen. Außerdem rechnet die Uhr über die eingegeben Daten und dein aufgezeichnetes Training deine verbrannten Kalorien aus.
  • Herzfrequenz Um beim Training die Herzfrequenz bestimmen zu können, braucht man bei dieser Uhr einen Pulsgurt, den man über Bluetooth mit der Uhr koppelt. Der Gurt stört mich überhaupt nicht und solange ich ihn nicht zu eng stelle, spüre ich ihn so gut wie gar nicht beim Training. Allein beim Halbmarathon und bei längeren Radstrecken, habe ich mir die Haut ein bisschen aufgerieben, aber das war nicht arg schlimm. Die Herzfrequenz kann man während der Belastung die ganze Zeit über auf der Uhr mitverfolgen und auch im Nachhinein sehr gut analysieren (wieder in der Polar Flow App). Außerdem kann man auch bestimmte Herzfrequenzzonen bestimmen, um in konkreten Bereichen zu trainieren. Die Uhr piept dann immer wieder, um dich zu erinnern, dass du die Intensität runterschrauben solltest (das hat sich mal aus Versehen eingestellt während wir beim Mountainbiken einen steilen und langen Anstieg hatten und ich definitiv nicht im 120er Pulsbereich war. 😀 Im ersten Moment wusste ich weder wie man das ausstellt, noch konnte ich einhändig da groß rumhantieren… Das war ein wenig nervig, aber sonst ist es natürlich praktisch. :D)
  • GPS wie jede gute Pulsuhr kann auch die Polar M400 über GPS Distanzen, Geschwindigkeiten und Höhenmeter bestimmen. Lediglich in Wäldern oder unter Brücken/Unterführungen verliert sich ziemlich schnell das Signal oder es wird ungenau. Wie das so bei GPS ist, haben v.a. Pulsuhren immer eine leichte Fehlerquote von bis zu 3m (circa), sollte aber nicht weiter tragisch sein. Wieder einmal kann man während der Belastung all die oben genannten Parameter auf der Uhr einsehen, bzw. nach dem Synchronisieren auch in der App. Man sollte jedoch ca. alle 14 Tage die Uhr mit „Flow Sync“ am Computer koppeln, damit sich die GPS Daten wieder aktualisieren (hat etwas mit den Satelliten zu tun).
  • Sportprofile – bevor man das Training startet, kann man aus mehreren Sportprofilen auswählen. Diese kann man im Vorhinein über die App einstellen und nach der Synchronisation auch auf der Uhr auswählen. Aus diesem breiten Angebot sollte für jeden die richtige Sportart dabei sein.
  • Akku – im „normalen“ Modus, ohne Trainingsaufzeichnung, soll die Uhr 24 Tage lang halten, was ich mir auch gut vorstellen kann, weil ich ihr auch schonmal paar Tage Ruhe gegeben habe und beim Batteriestatus sich nicht viel getan hat. Sobald man mit GPS trainiert, verkürzt sich jedoch die Akkulaufzeit. Je nach Belastungsdauer und -häufigkeit hält sie dann zwischen 1 und 3 Tagen (grob geschätzt). Jedenfalls verkürzt die GPS-Funktion die Akkulaufzeit um einiges.
  • Schwimmen beim Schwimmen kann man zwar das Sportprofil „Schwimmen“ einstellen und es läuft die Zeit mit, jedoch misst die Uhr keine Distanzen oder keine Herzfrequenz. Sie ist aber bis zu 30m wasserdicht.
  • Fitnesstest – diese Funktion ermöglicht es einem die aerobe (kardiovaskuläre) Fitness in Ruhe leicht und schnell zu messen. Das Ergebnis ist vergleichbar mit deiner maximalen Sauerstoffaufnahme (VO2max) und wird aus all den Informationen berechnet, die du über dich eingegeben hast (Alter, Gewicht, Geschlecht, usw.). Dafür legt man sich morgens mit dem Pulsgurt in Ruhe hin und entspannt für wenige Minuten, während die Uhr deine Herzfrequenz misst. Man sollte am Vortag und die Stunden davor keine schweres Training verrichten und auf Alkohol und Rauchen verzichten. Die Uhr sagt dir dann direkt das Ergebnis mit einer gleichzeitigen Bewertung. Da ich mittels Cooper-Test meine maximale Sauerstoffaufnahme berechnet habe, kann ich sagen, dass das Ergebnis vom Fitnesstest diesem sehr ähnelt. Daumen hoch!
  • Polar Flow App – in der bereits erwähnten App kann man seine ganzen Aktivitäten nochmal begutachten und analysieren. Auch die geschätzte Regenerationszeit kann man dann herauslesen, oder wie intensiv die Belastung für den Körper war.
  • Zusätzliche Funktionen – bei der Polar M400 kann man noch zig weitere Funktionen aufzählen. Hier noch ein paar kurz zusammengefasst: Stoppuhr bzw. Timer für Intervalle; „back to the start“ bringt dich auf dem kürzesten Weg zum Startpunkt; Trainingsziele setzen und die Uhr erinnert dich daran; Wecker; Erläuterungen und Motivationssprüche – nach dem Training zeigt dir die Uhr an, was du mit dieser Belastung besonders trainiert hast und gibt dir deine persönlichen Erfolge an (schnellste Zeit, längste Distanz, usw.).

Preis/Leistung

Gegen den Preis bzw. das Preis-Leistungsverhältnis kann man echt nichts sagen! Die Polar M400 ist eher bei den günstigeren Modellen dabei und kann mit ihrer Leistung glänzen.

Fazit

Ich bin absolut zufrieden mit meiner Pulsuhr und kann nur positives Feedback geben. Dadurch, dass ich in meinem Schwimmtraining eh immer die Distanzen, Zeiten usw. weiß, brauche ich persönlich die Längen-Zähl-Funktion nicht. Triathleten finden Uhren mit diesem Extra, was bei dieser Uhr fehlt, ganz praktisch. Der Activity Tracker ist eine tolle Motivation, um täglich aktiv zu bleiben! Für das Geld würde ich sie jedem wärmstens ans Herz legen, der eine gute und relativ günstige Pulsuhr haben möchte.

 


Garmin Forerunner 230 – Sabsi

Das wichtigste an Sportuhren ist für mich, neben der Aufzeichnung und in gewisser Weise Kontrolle des Trainings, vor allem der Motivationsfaktor, den man durch die Uhr bekommt. Ich persönlich, bin einfach immer viel motivierter, wenn ich mir nach dem Laufen anschauen kann, wie viel ich genau gelaufen bin und wie lange ich dieses Mal dafür gebraucht habe.

  • Activitytracker – Auch die Garmin Forerunner 230 zeichnet dein Aktivitätsniveau über bestimmte Parameter auf und macht es dir so einfach deine tägliche Aktivität nachzuvollziehen. Der Tracker speichert täglich deine Schritte, die zurückgelegte Distanz, misst deinen Kalorienverbrauch und analysiert dein Schlafverhalten. Auch diese Uhr hat einen Inaktivitätsalarm, der bei langen FH-Tagen, an denen man mehrere Stunden sitzt, etwas deprimierend sein kann, aber natürlich auch zum Sporttreiben nach Unterrichtende motiviert. 😛
  • GPS – Ich habe lange überlegt welche Sport Uhr ich mir kaufen soll. Nach meiner letzten Uhr, die kein GPS hatte, war mir vor allem dieses Feature am wichtigsten. Um sich mit dem GPS zu verbinden, muss man nur für einige Minuten unter freiem Himmel stehen und schon kann man GPS-getracked loslaufen. Tipp: Immer kontrollieren ob Meilen oder Kilometer eingestellt sind. Mich hat es einige Nerven gekostet zu merken, dass nicht alle meine gewohnten Laufstrecken so lang sind wie ich gedacht habe, bis ich gemerkt habe dass ich einfach diesen Teil umstellen muss. (Spricht nicht für meine technische Expertise :P)
  • Die Herzfrequenz-Messung, die über den Pulsgurt geleitet wird, funktioniert bei meinem Modell meistens einwandfrei. Man legt den Brustgurt einfach an und nach einem kurzen synchronisieren verbinden sich Uhr und Gurt automatisch. Manchmal gab es Probleme mit dem schnellen verbinden. Als ich z.B. einmal meinen Ruhepuls direkt nach dem Aufstehen messen wollte, hat es mehr als 30min gedauert, bis eine Verbindung hergestellt wurde. Beim nächsten Mal, funktionierte das Herstellen der Verbindung allerdings wieder innerhalb einiger Sekunden. Das Nachfolgemodell meiner Uhr die Garmin Forerunner 235 funktioniert über Handgelenkspuls. Ich habe mich bewusst gegen dieses, nicht viel teurere Modell, entschieden, da ich vom messen des Handgelenkspuls, trotz dem Fortschritt der Technik, noch nicht vollends überzeugt bin. Ein paar Schläge Unterschied gibt es hier trotzdem noch immer, deshalb habe ich mich für die Variante direkt am Herzen entschieden und bin sehr zufrieden damit. Der Garmin Pulsgurt ist, obwohl der harte Teil, auf den ersten Blick etwas groß gewirkt hat, sehr angenehm in seinem Tragekomfort.
  • Akku – Die Akkulaufzeit soll bei Aktivität (Aktivierung der Herzfrequenz und GPS Messung) bis zu 16 Stunden betragen. Ich trage die Uhr immer und habe sie ca. 5x pro Woche für meine sportlichen Aktivitäten aktiviert. Die Akkulaufzeit beträgt bei mir so immer ca. eine Woche +/- 2 Tage, je nach Aktivitätslevel.  Bis die Uhr dann wieder vollständig geladen ist dauent es ca. 4 Stunden.
  • Garmin Connect App – Wenn man seine Uhr mit der Garmin Connect App (erhältlich für IOS und Android) verbindet, kann man seine Daten noch genauer analysieren und sich so z.B. graphische Verläufe der Belastung anschauen. So wird es einem noch einfacher gemacht seine Trainings zu analysieren.
  • Zusätzliche Features – Auch die Garmin Forerunner 230 verfügt, wie die Polar M400, über Sportprofile aus denen man je nach Belastungsart das Richtige auswählen kann. Das Wetter, der Kalender oder dass man Nachrichten und Anrufbenachrichtigungen vom Handy direkt auf die Uhr bekommen kann sind auch sehr praktisch und coole Spielereien. Die Anrufe werden auf der Uhr z.B. immer etwas früher angezeigt bevor das Handy überhaupt läutet. Man kann die Anrufe also super schnell entgegennehmen. Kein lebensnotwendiges Feature, aber auf jeden Fall witzig.
  • Aussehen – Als einziges Manko würde ich den als hochauflösenden Farbdisplay als nicht ganz so gut auflösend, wie auf den Bildern im Internet abgebildet, beschreiben. Ansonsten ist die Uhr sehr hochwertig und „clean“ in ihrem Aussehen. Den runden Bildschirm würde ich auf jeden Fall mit einer Schutzfolie schützen, da man das Glas sonst leicht beschädigen könnte.

Preis/Leistung

Der Preis der Uhr betrug 189,95€ (Amazon) und der Pulsgurt kam zusätzlich für 33,84€. Für mich hat die Garmin Forerunner 230 ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Die Features, die die Uhr mit sich bringt, kann man zwar sicher auch bei günstigeren Modellen haben, allerdings war mir persönlich auch das Aussehen sehr wichtig und da schlägt die Garmin für mich alle anderen vergleichbaren Uhren.

Fazit

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Uhr und es ist wirklich spannend, was man alles mit ihr anstellen kann. Wie ein kleiner Trainingscomputer, unterstützt sie mich bei meinen Trainings und auch bei einem aktiven Alltag.

Allgemeines Fazit

Wir können also beide mit gutem Gewissen diese zwei Modelle weiterempfehlen und sind beider der Meinung, dass Pulsuhren einem aktiven Sportler das Leben erleichtern und vor allem super interessante Fakten über das Training liefern.


Im Rahmen der Blogparade von www.sportuhrenguru.net haben wir uns inspirieren lassen diesen Beitrag zu verfassen. Danke Andreas für Deine Anfrage!

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