Nicht aufgeben!

SUNDAY THOUGHTS #5 – von Kathis bisher größten Herausforderung: die Sportaufnahme.

Wir alle kämpfen mit Niederlagen, Rückschlägen und deprimierenden Ereignissen. Beispiele könnte man jetzt unzählige nennen. Seien es Verletzung, Krankheit Rückschläge bzw. Niederlagen im Sport, und so weiter und so fort. Jeder hat seine eigene Methode damit umzugehen… Klar ist, dass es nie einfach ist das zu verarbeiten.

Man kommt an einen Punkt an dem man höchstwahrscheinlich einfach aufgeben möchte. Das Handtuch werfen, es sein lassen, nicht mehr daran denken und das Ganze abhaken und vergessen. So wäre es wohl am einfachsten. Aber das ist auf keinen Fall der richtige Weg! Es hat alles seinen Grund, warum Dinge geschehen, wie sie kommen. Im Endeffekt kommt man stärker aus der Situation heraus.

Ich (Kathi) war ebenfalls in solch einer Situation. Auch wenn ich viele verschiedene Sportarten mache, habe ich mir enorm schwer getan die Aufnahmeprüfung für das Sportstudium in Wien zu schaffen. Hauptsächlich war der sogenannte Basistest Grund dafür (Schnelligkeit und Schnellkraft sind meine Schwächen). Viele wussten es gar nicht, aber ich habe die Aufnahme nicht beim ersten Mal geschafft… als ich es zum zweiten Mal nicht geschafft hatte, war ich wirklich kurz vorm Aufgeben. Ich wusste ich will zu 100% Sportwissenschaft studieren und es gibt keine Alternative, für die ich so mit Feuer und Flamme dabei wär wie für das Sportstudium. Zwar ist die Aufnahmeprüfung, zum Glück, eh zwei Mal im Jahr, statt nur jährlich, aber dennoch muss man ein ganzes Semester warten und sich mit Alternativen beschäftigen, um dann wieder anzutreten. Es war für mich eine sehr intensive Zeit damals, während der ich nicht gerade in der besten psychischen Verfassung war. Nachdem ich mich aufgerafft habe, um bei der Aufnahmeprüfung nochmal anzutreten, lenkte ich mich von den negativen Gedanken ab. Meine Freunde und Familie waren damals ein wesentlicher Teil, der mich durch die schwierige Zeit brachte. Außerdem konzentrierte ich mich natürlich auf die Vorbereitung für die nächste Aufnahme. Außer mich physisch vorzubereiten, arbeitete ich auch an meiner Psyche. Logischerweise hatte ich Versagensängste, dass ich wieder an der Eingangsprüfung scheiterte, da ich das letzte Mal prinzipiell körperlich gut drauf war, aber der Kopf stand mir im Weg. Dieses Mal sollte es keine psychischen Barrieren geben. Statt den Ängsten, dass ich versagen würde, konzentrierte ich mich auf mich und meine Stärken. Ebenfalls dacht ich nicht mehr so viel daran, was andere gut konnten, denn schließlich hatte ich Defizite, in denen anderen besser waren. Nur, dass das bei der Aufnahmeprüfung nicht zählt. Du musst nicht der Beste sein, du musst nur eine bestimmte Leistung liefern. So verging das Semester, mit guten und schlechten Tagen, mit Höhen und Tiefen.

Nach langem Überlegen und intensiver Vorbereitung habe ich mich also doch noch entschlossen es ein letztes Mal zu probieren. Gesagt, getan und wie jeder weiß, habe ich es ja auch geschafft. Das Gefühl diese Hürde gemeistert zu haben, war einer der schönsten Momente und Erlebnisse überhaupt! Für jeden Sportstudenten ist es ein Highlight die Aufnahmeprüfung zu schaffen, das kann man kaum beschreiben. Die Freude ist einfach enorm groß! Für mich war es wohl letztendlich nochmal doppelt so besonders…

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Jetzt bin ich im 6. Semester meines Studiums und werde hoffentlich zum Ende des Semesters auch fertig mit dem Bachelor. Rückblickend kann ich sagen, dass es sich zu 100% gelohnt hat am Ball zu bleiben und nicht aufzugeben. Meine Freunde und Mitbewohner dürfen sich eh immer anhören, wie ich des Öfteren nachhause komme und voller Euphorie erzähle, was ich denn nicht cooles gelernt oder erlebt habe. 😀 Es war also auf jeden Fall das Richtige.

Wie gesagt, egal welche Situation: sofort das Handtuch zu werfen wäre auf keinen Fall die richtige Entscheidung. Dran bleiben, Zähne zusammen beißen und durchhalten. Es lohnt sich!

Schönen Sonntag noch! 🙂

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