Schlechte Tage? Sport!

SUNDAY THOUGHTS #7

Mal wieder ein paar Gedanken, die mir letztens durch den Sinn gegangen sind. 

Dienstag. 7:50 Uhr. Es regnet und ich bin auf dem Weg zu meiner Arbeit als Schwimmtrainerin. Ich bin noch so verträumt, dass ich in die falsche Bim (Wienerisch für Straßenbahn) steige. Mist. Zwei Stationen später steige ich wieder aus und fahre zurück. Da fährt mir die richtige Straßenbahn genau vor der Nase weg – wie soll’s denn auch anders sein – und die nächste kommt erst in 8min. „Dieser Tag kann ja nur kacke werden!“ dachte ich mir.

Anschließend ist noch etwas anderes blödes passiert, was mir jedenfalls den Tag komplett vermiest hat. Ich war stinksauer und genervt als ich nachmittags Zuhause angekommen bin. Ich wollte einfach nur ins Bett und mich unter meiner Decke verkriechen, was ich auch für kurze Zeit tat. Aber da stand noch etwas anderes auf dem Programm: Training. Besser gesagt Schwimmtraining. Es war echt schlimm, aber ich hatte einfach so dermaßen keine Lust aus dem Bett zu gehen, geschweige denn ins kalte Wasser zu springen und mich anstrengen zu müssen. Ich habe seeehr lange gehadert, bis ich mich schlussendlich dafür entschieden habe ins Training zu gehen. Meine Motivation war zum einen, dass ich nicht den restlichen Tag im Bett versauern wollte, da ich sicherlich nicht produktiv für die Uni gewesen wäre. Zum anderen hatte ich auf dem Plan unbedingt an dem Tag zu gehen, da ich an ein paar anderen nicht konnte… wie auch immer, ich habe meinen Schweinehund überwunden.

Meine Gedanken auf dem Weg zum Schwimmbad waren eher pessimistisch: „na gut, das Training wird jetzt eh Katastrophe, aber egal. Hauptsache ich geh, der Wille zählt“.

Und was dann passierte kann ich mir nicht erklären. Ich habe schon sehr, sehr lange nicht mehr eine derart gute Leidtung gebracht, wie an diesem Tag. Im Vergleich zur vorherigen Woche war ich plötzlich um mehrere Sekunden schneller auf 100m. Keine Ahnung, was da passiert ist, aber es hat mich irrsinnig gefreut in diesem Moment. Das ganze Training lang war ich plötzlich stärker und schneller denn je. Aber wie?

Mit diesen verdutzten, aber dennoch sehr glücklichen Gedanken ging ich nach dem Training wieder nachhause und war einfach so froh, dass ich mich überwunden habe schwimmen zu gehen! So kommen wir zum Punkt:  Sobald es einem nicht so gut geht, evtl. auch aus banalen Gründen (wie es bei mir der Fall war) hilft es wirklich sehr sich einfach zu bewegen. Es muss kein vollständiges Training sein, es reicht auch ein flotter Spaziergang, um einfach mal die Gedanken zu klären. Nach einem harten Training ist man im Anschluss noch glücklicher, denn man kann stolz auf sich sein den inneren Schweinehund überwunden zu haben und an dem schwierigen Tag doch noch etwas geleistet zu haben. Uns wird vor allem an solchen Tagen bewusst, warum wir so gerne Sport treiben. Er verleiht einem einfach positive Energie und macht die schlechten Tage (oft) einfach besser.

Wenn ihr das nächste Mal down seid… denkt vielleicht mal ans Sporttreiben! 😉

Schönen Sonntag!

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Bianca sagt:

    Die Glücksgefühle nachm Sport sind einfach die besten 🙂

    1. Healthholics sagt:

      Auf jeden Fall!

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