Fuß im Fokus – Sportmotorik Wien

Wir alle kennen das Gefühl, wenn sich das Knie oder die Hüfte nach einigen gelaufenen Kilometern meldet, sich das Sprunggelenk unsicher anfühlt oder wir auch Schmerzen im Rumpf-, Schulter- oder Nackenbereich bekommen.

Oft ist nicht die schmerzende Struktur selbst das Problem, sondern unsere Füße sind die Verursacher. All unsere Körperabschnitte bauen auf unseren Füßen auf. Auch jeder Physiotherapeut sieht sich seine Patienten bei der Haltungsanalyse meistens von unten angefangen an. Wenn dort etwas nicht stimmt, es also zum Beispiel eine Fußfehlstellung gibt, kann sich dieses Problem sehr leicht auf die darüber liegenden Abschnitte erweitern. Im Laufe der Jahre kann es durch ungünstige Belastungen, wie z.B. einer nicht geraden Beinachse, zu schmerzhaften, orthopädischen Problemen kommen. Das Optimum ist eine gerade Beinachse. Das heißt, dass Sprunggelenk, Knie und Hüfte genau übereinander stehen. Wenn man also ein Lot vom Hüftgelenksmittelpunkt nach unten fallen lässt, sollte die Linie genau durch die Mitte der Kniescheibe (Patella) sowie etwas vor dem inneren Knöchel (Malleolus medialis – os naviculare) verlaufen.

Allgemein können Fußfehlstellungen angeboren oder erworben sein. Die erworbenen Fußfehlstellungen bekommt man vor allem durch falsche Belastung. Auch Übergewicht und wenig Bewegung und eine daraus resultierende schwache Fußmuskulatur bzw. Bindegewebsschwäche können Fußfehlstellungen begünstigen. Man kann so z.B. einen Senkfuß (Abflachung des Längsgewölbes) oder einen Spreizfuß (Abflachung des Quergewölbes) bekommen, der unbehandelt zu immer stärker werdenden Beschwerden und Schmerzen führen kann.

Bei sehr straken Fußfehlstellungen mit ständigen Schmerzen ist der Gang zum Orthopäden unvermeidlich. Hier werden die Füße mit Einlagen oder orthopädischen Schuhen versorgt.

Sensomotorische Einlagen, wie es sie bei der Sportmotorik Wien im 7. Bezirk gibt, sind im Unterschied zu den herkömmlichen Einlagen vom Orthopäden, keine passiven Einlagen, sondern aktive. Bei den passiven Einlagen werden die Schwachstellen am Fuß mit der Zeit noch schwächer, weil sie sich auf die Unterstützung von außen verlassen können und keine aktive Muskelspannung mehr benötigt wird. Bei den sensomotorischen Einlagen müssen Muskeln und Sehnen aktiv arbeiten und stabilisieren.

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Bei der Sportmotorik Wien wird entsprechend der eigenen Sportart ein individuelles Analysenprofil erstellt. Der Fuß bzw. die Beinachse werden im Stand wie auch dynamisch im Gang bzw. Lauf analysiert.

Begonnen wird meist mit einem digitalen Fußscan. Der Fuß wird quasi von unten durch eine Glasplatte hindurch fotografiert. Es ist total interessant seine Füße aus dieser Perspektive zu sehen und auch den rechten mit dem linken Fuß zu vergleichen.

Beim 3D-Wirbelsäulenscan, zur Ermittlung der Haltung, die bei uns beiden unauffällig und im Normalbereich war, war es wirklich cool unseren Rücken und die Wirbelsäule von hinten zu sehen. Bei größeren Haltungsabweichungen kann durch Unterlagerungen der Füße und wiederholten Messungen die optimale Haltung der Person gefunden werden, was z.B für Menschen mit Skoliose super angewendet werden kann.

Nach der Anamnese, bei der wir über Schmerzen oder vergangene Verletzungen im Fuß-, Knie- und Hüftbereich abgefragt wurden, wurden noch einige kurze Tests durchgeführt. Die tiefe Kniebeuge, einbeinige Kniebeugen am Boden und auf einer Airex Matte und der Wadenstand wurden getestet, um unsere Beinachsen analysieren zu können. Dann folgten noch statische und dynamische Druckverteilungsmessungen und eine Ganganalyse, bevor unsere Laufschuhe auf bestimmte Abnützungspunkte überprüft wurden, die auch gut mit den vorher vorgenommenen Messungen übereinstimmten.

Am spannendsten fanden wir persönlich die Innenschuhmessung auf dem Laufband. Dabei wird eine Sohle, ausgestattet mit Sensoren, in den Schuh platziert, welche dann während dem Laufen die Belastungsschwerpunkte herausfiltert. Abweichungen von der Normalkurve werden anschließend zusammen mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Sportmotorik Wien am Computerbildschirm veranschaulicht analysiert. Auch die Videoanalyse des Laufs aus verschiedenen Perspektiven war für uns sehr aufschlussreich.

Als angehende Sportwissenschaftlerinnen bzw. als angehende Physiotherapeutin, war es für uns sehr interessant diese umfangreiche Laufanalyse zu machen. Nun sind wir gespannt wie wir mit den neuen sensomotorischen Einlagen von Sportmotorik Wien zurechtkommen. Wir freuen uns darauf die Einlagen die nächsten 8 Wochen zu testen und melden uns dann wieder mit einem Fuß-Update! 🙂

Stay Healthy,

Eure Healthholics

 

 

 

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