Surfen in Marokko

Wie einige vielleicht schon mitbekommen haben, war ich (Kathi) vor Kurzem in Marokko beim Surfen. Nachdem mich vor zwei Jahren das Surffieber in Portugal gepackt hat, geht es nicht mehr ohne. Daher plante ich mit einer Freundin (Tini) und zwei ihrer Freunde (Gregor und Jo) diesen Surfurlaub. Tatsächlich drehte es sich die ganzen zehn Tage nur ums Surfen und darum, die besten Wellen zu finden. 🙂 Ich werde in diesem Blogpost ein wenig darüber berichten, was wir erlebt haben, was ich gelernt habe und wo wir überall unterwegs waren.

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Wir sind von Budapest nach Agadir geflogen und direkt am nächsten Tag mit dem Auto nach Taghazout gefahren: dem marokkanischen Surf-Mekka. Marokko und vor allem Taghazout sind bekannt für ihre „right hander“, also Wellen, die man nach rechts surfen kann. Die ersten Tage hatten wir richtig gute Wellen und total viel Spaß. Wir waren fast den ganzen Urlaub über täglich zwei Mal im Wasser und dementsprechend k.o. am Abend. In Taghazout sind wir hauptsächlich am Spot „Panoramas“ gesurft. Dieser ist vom Level her zwischen Beginner und Intermediate, daher also perfekt für uns. Andere Spots (für unser Niveau) in der Gegend wie „Hash Point“ und „Mystery“ hatten in der Zeit in der wir dort waren nicht wirklich gute Wellen zu bieten. Meistens fanden wir dort sogenannte „close-outs“, also Wellen, die schnell in sich zusammen fallen und die man nicht entlang surfen kann. Die Profi Spots „Anchor Point“, „Killer Point“ und „Boilers“ haben wir lediglich als Zuschauer ausgecheckt. 😀 Aber auch das hat richtig Spaß gemacht den Profis zuzuschauen. Dort sind die Ein- und Ausstiege meist schwierig und kompliziert, da man über die Felsen rein und raus muss. Daher wird das Ganze ziemlich gefährlich, wenn einen die Wellen erwischen und man Richtung Felsen gespült oder gedrückt wird. In Taghazout kaufte ich mir außerdem mein erstes Surfbrett! Ein 6’6 Fishtail mit gut Volumen (Marke Torq), sodass ich weiterhin noch gut lernen kann. Es macht wenig Sinn als Anfänger sich zu schnell ein zu kurzes Board zu kaufen, da man dadurch viel schwieriger Wellen erwischt und der Spaßfaktor somit schnell sinkt.

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Nach ein paar Tagen fuhren wir weiter nach Imsouane, einem kleinen, weniger bekannten Surferort nördlich von Taghazout. Wir verliebten uns alle in diesen kleinen und ruhigen Ort. Außer Surfer, Fischer und ein paar Einheimische findet man dort nicht wirklich viel. Außer natürlich die Wellen. Imsouane ist bekannt für „die längste Welle Marokkos“. Am Spot „The bay“ kann man wohl zwischen einer und zwei Minuten lang eine Welle entlang surfen. Dieser Spot ist ein Pointbreak, die Wellen brechen also um einen Punkt herum, z.B. Felsen. Bei einem Beachbreak hingegen brechen die Wellen auf sandigem Untergrund. Leider hatten wir ein bisschen Pech mit dem Swell (die Wellen kamen von der falschen Seite) und zusätzlich waren bei uns die Wellen ein wenig wild durcheinander, wir hatten starke Strömung und die Wellen waren nicht so schön „clean“, wie es überall beschrieben wird. Dennoch hatten wir dort unseren Spaß, lernten viel dazu und surften auch am zweiten Spot in Imsouane: Cathedral. Dort sind die Wellen in der Regel ein wenig größer und es surfen dort eher fortgeschrittene Surfer. Aber auch wir trauten uns ins Wasser und hatten alle (außer Jo, der hatte irgendwie Pech an diesem Spot :P) eine richtig gute Session.

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Um die Kultur nicht zu vernachlässigen, machten wir einen Tagesausflug nach Essaouira und erkundeten dort die Märkte.

Zurück in Taghazout haben wir unsere letzten Tage noch genossen und ebenfalls ein paar super Sessions gehabt.

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Obwohl wir achtsam waren, was Trinkwasser, Obst und Gemüse angeht, hat es drei von vier aus unserer Gruppe leider ein bisschen erwischt (wir mussten brechen). Leider wissen wir nicht genau woran es lag. Wir wissen nur, dass es sehr viele erwischt, die nach Marokko kommen. Daher hier der Tipp: informiert euch vorher bzw. nimmt euch am Besten von Zuhause schon Medikamente mit. Obwohl wir ohne Probleme überall eine Apotheke gefunden haben und die Apotheker auch super Englisch konnten.

Bezüglich Essen kann ich euch das marokkanische Nationalgericht Tagine ans Herz legen. Dieses wird vegetarisch, mit Huhn, Rind oder Fisch serviert. Außerdem gibt es auch diverse Couscous-Gerichte und an jeder Ecke auch europäisches Essen.

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Neben vielen wunderbaren Stränden und Orten trafen wir auch super nette Menschen auf unserer Reise! Die Marokkaner sind ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk und wir alle sind sehr begeistert von diesem Land!

 

Das einzige Manko, das uns leider nicht so gut gefallen hat, war die enorme Verschmutzung. Überall findet man Plastikverpackungen und Müll, ob am Strand oder auf den Straßen. Auch ein Teil vom Abwasser landet leider im Meer. Wir hoffen sehr, dass sich dies bald ändert!

Ich hoffe euch hat mein kleiner Marokko-Bericht gefallen! 🙂

Stay tuned!

Healthholics

P.s.: Danke an Gregor für die vielen schönen Fotos! Schaut doch mal auf seinem Instagram Account vorbei: greg_has_gone 🙂

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