Fuß im Fokus 2 – Training der Fußmuskulatur

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Wie wir im ersten Teil des Blogposts „Fuß im Fokus“ schon geschrieben haben, durften wir die sensomotorischen Einlagen von Sportmotorik Wien in den letzten Wochen testen und möchten Euch heute unser Fazit dazu abgeben.

Wie an jede Einlage muss man sich auch an die sportmotorischen Einlagen erst gewöhnen. Die Fußsohle ist mit einem Fremdkörper konfrontiert an den sie sich natürlich erst adaptieren muss. Unsere ersten Erfahrungen mit den Einlagen waren ziemlich unterschiedlich. Für Sabsi hat es sich die ersten Male angefühlt als ob man ein paar Steine im Schuh hätte. Was Sabsi auch sagen kann, ist dass es für sie in der ersten Zeit sogar angenehmer war, sofort eine langsame Runde laufen zu gehen, als die Schuhe nur beim Spazierengehen zu tragen. Das lässt sich mit der unterschiedlichen Druckverteilung erklären, die beim Laufen und beim Gehen auf den Fuß einwirkt. So konzentriert sich der Druck beim Laufen eher auf den Vorfußbereich. Sabsi konnte die Einlagen nur unter Schmerzen für 20 min beim Spazieren anhaben, aber ohne Probleme eine Stunde damit auf dem Laufband laufen. Bei Kathi hingegen gab es so gut wie keine Probleme. Seit dem ersten Tag ging es (wortwörtlich) ziemlich gut. Es war natürlich ungewohnt, aber Schmerzen hatte sie keine. Man muss dazu sagen, dass Kathi die Einlagen nur in Freizeitschuhen hat, da sie aktuell aufgrund ihres Schwimmpensums wenig laufen geht.

Unsere Tipps:

  • Sich sofort in der Sportart, für die man die Einlagen verwenden möchte, an die Einlagen gewöhnen.
  • Am Anfang immer die Möglichkeit haben die Einlagen zu tauschen.
  • Die Schuhe zum Anpassen mitbringen, in denen man die Einlagen am meisten braucht, oder die Schuhe, die man am meisten trägt.

Wir tragen die Einlagen seit ca. 2 Monaten beim Sport und in der Freizeit und lieben Sie. Sie geben uns ein gutes und festes Tragegefühl. Wir knicken weniger oft nach innen um und fühlen uns insgesamt stabiler auf den Füßen.

Unterstützend zu den Einlagen versuchen wir so oft wie möglich unsere Fußmuskulatur zu trainieren. Das explizite Training der Fußmuskulatur wird viel zu oft vergessen bzw. vernachlässigt. Wie schon in einigen früheren Blogposts erwähnt, ist eine gute Aufrichtung unseres Längs- und Quergewölbes essentiell für die Einordnung aller Gelenke und damit einer guten Beinachse bzw. Haltung. Darüber hinaus, können bestehende Fehlhaltungen vermindert werden. Vereinfacht gesagt: Wenn der Turm ein gutes Fundament hat ist alles, was drüber ist, stabiler.

Als Ausgangsposition kann der Sitz oder Stand gewählt werden. Die Füße sollen hüftbreit geöffnet werden, d.h. dass zwischen unseren beiden Füßen noch ein dritter Fuß Platz hätte.

  • Zuerst erspüren wir die drei Auflagepunkte der Fußsohle: 1.) Aussenseite der Ferse, 2.) Großzehe, 3.) Kleinzehenballen. Der Druck soll gleichmäßig auf diese drei Punkte verteilt werden. Für alle weiteren Übungen sollen diese drei Punkte beibehalten werden.
  • Unsere Lieblingsübung: Kurzer Fuß nach Jander: Hier soll eine innere Spannung im Fuß aufgebaut werden ohne dass sich die Füße bewegen. Nachdem wieder die drei Druckpunkte gleichmäßig belastet werden, sollen nun die gestreckten und gespreizten Zehen auf den Boden platziert werden. Wichtig ist hier vor allem die Zehen nicht zu krallen. Nun soll vor allem das Längsgewölbe aufgerichtet werden. Der Vorfuß wird Richtung Ferse gezogen bzw. die Ferse nach vorne geschoben, ohne dass viel Bewegung sichtbar ist. So wird eine Spannung der Fußmuskulatur aufgebaut, die über mehrere Sekunden gehalten werden soll. Zusätzlich werden noch die Knie nach außen gedrückt. Die Übung kann im Sitzen oder im Stehen ausgeführt werden. Zur Steigerung kann man es z.B. im Einbeinstand oder mit dynamischer Aktivität im Oberkörper probieren.
  • Einen Stift zwischen den Zehen einklemmen und versuchen zu schreiben, eine Zeitung mit den Füßen zerknüllen oder zerreißen, sowie einfach irgendwelche kleinen Dinge (z.B. Murmeln) von einem zum anderen Fuß übergeben, lassen unsere Fußmuskulatur auch ordentlich arbeiten.

Das Training der Fußmuskulatur kann so oft wie möglich ausgeführt werden. Am besten einfach als Ritual in den Alltag integrieren und so z.B. immer beim Zähne putzen den kurzen Fuß nach Jander machen. Auch kann man sich beim Krafttraining, während anderen Übungen, immer mal wieder auf die Füße konzentrieren und auch dort zusätzlich aktivieren und Spannung aufbauen.

Wie bereits erwähnt, trainieren auch die Einlagen durch regelmäßiges Tragen unsere Fußmuskulatur. Es kann sogar zu einem Muskelkater kommen, da ein neuer und unbekannter Reiz gesetzt wird. Diesen kann man z.B. mit einem Faszienball lösen.

Unser Fazit ist eine definitive Empfehlung für die sensomotorischen Einlagen und die sportmotorische Testung bei der Sportmotorik Wien! Probiert es selbst aus – Wenn Ihr sagt, dass ihr über uns auf Sie gekommen seid, bekommt ihr sogar -10%!

Stay Healthy!

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